Purple Ride
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Statement
Statement in English, Turkish and Persian
Kommt zum Purple Ride 2026, der Fahrraddemo für FLINTA* am internationalen feministischen Kampftag! 8. März 2026, 12 Uhr, Mariannenplatz (Berlin-Kreuzberg).
Am internationalen Tag des feministischen Widerstands vereinen wir uns, um für feministische Solidarität auf die Straße zu gehen und öffentliche Räume zurückzuerobern. Das Fahrrad ist für uns ein Symbol der Emanzipation. Am 8. März gemeinsam Rad zu fahren sendet eine entschlossene Botschaft für Selbstbestimmung, Gleichberechtigung und gegen patriarchale Gewalt.
Wir sind ein queer-feministisches Kollektiv. Wir kämpfen gegen Diskriminierung aufgrund von Geschlechtsidentität und sexueller Orientierung.
Unser Feminismus ist intersektional. Wir sind solidarisch mit internationalen queer-feministischen Kämpfen gegen patriarchale, neokoloniale und faschistische Systeme.
Wir stehen entschlossen gegen Rassismus sowie jede Form von Diskriminierung aufgrund von Ethnizität, gegen Klassismus, Ableismus, Antisemitismus, Islamophobie und andere religiös begründete Diskriminierungen – sowohl strukturell als auch institutionell.
Weltweit und in Deutschland werden Rechte von FLINTA* und Queers zurückgedrängt. Und schwer erkämpfte feministische Errungenschaften werden gezielt angegriffen.
Wir erleben einen deutlichen Rechtsruck und zunehmend rechte Gewalt. Feministische, queere und antirassistische Perspektiven werden systematisch delegitimiert und Transfeindlichkeit wird zu einem zentralen Mobilisierungsthema konservativer und rechter Parteien.
Gleichzeitig verschärfen Sparmaßnahmen und neoliberale Politik soziale Ungleichheiten und treffen insbesondere FLINTA* und queere Menschen: Armut nimmt zu, Care-Arbeit wird weiter prekarisiert, Frauenhäuser schließen, und es fehlt ausreichende Infrastruktur für sichere Mobilität.
Wir erleben einen Backlash gesellschaftlicher Errungenschaften. Häusliche Gewalt und Feminizide nehmen weiterhin zu. Wir nehmen diese Angriffe nicht hin – ebenso wenig wie den alltäglichen Sexismus und andere Formen von Diskriminierung. Wir kämpfen für eine solidarische, inklusive Gesellschaft, in der alle ohne Angst leben und selbstbestimmt teilhaben können.
Mobilität ist politisch – sie spiegelt patriarchale Machtverhältnisse wider. Verkehrs- und Stadtplanung entscheidet darüber, wer sich sicher, sichtbar und selbstbestimmt im öffentlichen Raum bewegen kann. Die Mobilitätsrealitäten von FLINTA wurden dabei lange ignoriert - wir alle haben z.B. diesen Winter erlebt, wie Fuß- und Radwege spiegelglatt blieben, während die Fahrbahnen geräumt und sauber waren. Eine gerechte Verkehrswende braucht eine ganzheitliche, feministische Perspektive. Wir wollen weg von einer autozentrierten Infrastruktur hin zu einer gerechten Mobilitätspolitik, die allen gerecht wird – insbesondere Fahrradfahrerinnen und Fußgänger*innen. Sexistische Anfeindungen und unzureichende Infrastruktur zeigen, wie dringend Schutz, Sichtbarkeit und Sicherheit notwendig sind.
In vielen Ländern erleben FLINTA, Queers und Oppositionelle extreme Formen patriarchaler Gewalt. Unsere Solidarität gilt allen, die – oft unter Lebensgefahr – für Freiheit, Selbstbestimmung und Würde kämpfen, und die von Krieg, Besatzung und Unterdrückung betroffen sind. Wir solidarisieren uns mit den Menschen in Iran, Afghanistan, Palästina, Sudan, der Ukraine und Venezuela und mit den kurdischen Kämpferinnen in Rojava.
FLINTA* sind dabei häufig in besonderem Maße betroffen. Das verurteilen wir – wir lehnen jede Form von Gewalt, Entmenschlichung und Unterdrückung ab. Menschliches Leid kennt keine Nationalität.
No one of us can be free until we all are free!
Der Purple Ride ist für alle FLINTA* - Frauen, Lesben, Inter, Non-Binary, Trans-, Agender-Menschen (AFAB & AMAB). Lasst uns gemeinsam auf die Räder steigen, für Gleichberechtigung, Diversität und eine feministische Zukunft!
#PurpleRide #PurpleRideBerlin #Frauenkampftag #InternationalerFrauenkampftag #InternationalerFrauentag #Frauentag #Weltfrauentag #FeministFightDay #NoTerfs #NoSwerfs
Demo Details
12:00 Start der Kundgebung
13:00 Start der Raddemo
15:30 Ende der Demo
Route: Mariannenplatz am Feuerwehrbrunnen - Mariannenstr. - Rio-Reiser-Platz – Marianenstr. - Skalitzer Str. - Kottbusser Tor – Kottbusser Str. – Kottbusser Brücke - Kottbusser Damm - Hermannplatz - Hasenheide – Südstern – Gneisenaustr. - Mehringdamm - Mehringbrücke - Wilhelmstr. - Französische Str. - Friedrichstr. - Unter den Linden – Schloßbrücke – Schloßplatz – Liebknechtbrücke – Karl-Liebknecht-Str. - Spandauer Str. (Rotes Rathaus) – Mühlendamm - Stralauer Str. - Alexanderstr. -Jannowitzbrücke – Brückenstr. – Köpenicker Str. - Engeldamm - Adalbertstr. - Waldemarstr. – Mariannenplatz
Demo Regeln
Polizeifahrzeug mit gelber Fahne = Führungsfahrzeug; bitte nicht überholen – sonst seid Ihr nicht mehr in der Demo
Polizeifahrzeug grüne Fahne = Schlussfahrzeug, bitte nicht dahinter zurückfallen – sonst seid Ihr nicht mehr in der Demo
Die Gegenfahrbahn bitte immer freihalten
Am linken Rand soll Platz für Polizei und Ordner*innen sein
StVO gelten innerhalb der Demo nicht (zum Beispiel rote Ampeln); es gelten die Vorgaben der Polizei
Gehwege sind tabu und Radwege sollten für nicht teilnehmende frei bleiben